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Marco
Stanke (min)
Marco Stanke, geboren 1987 in Bad Aibling (Rosenheim), lebt und arbeitet in München
Schon im 17. Jahrhundert, als die Illusionskunst ihren Höhepunkt erlebte, formten Maler Leinwände nach ihren Bedürfnissen. Diese sogenannten Konturbilder bildeten die Form der abgebildeten Gegenstände nach, um die optische Täuschung, das trompe l’Iœil zu unterstützen. Sie blieben Bildträger. Die individuell geformten Leinwände von Marco Stanke sind jedoch Bildträger und Bildgegentand in einem. Und nicht nur das. Sie lassen sich nicht einfach auf monochrome oder Farbfeldmalerei reduzieren, sondern erreichen skulpturale Qualitäten.
Sie treten in Dialog mit dem Raum. Leinwände werden gestapelt oder laufen um die Ecke, brechen aus ihren rechteckigen Maßen aus, werden zur Linie, krümmen sich und knicken ab. Die Leinwände sind geweißt oder unbehandelt, die aufgetragene Farbe unterstreicht die Form der Leinwand oder unterläuft sie, tritt mit der Form in Dialog.
Marco Stanke spielt lustvoll und mitunter schelmisch mit den Erwartungen des Betrachters und stellt dabei die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur und Bildinhalt und Bildträger in Frage. In diesem Sinn haben die Werke auch keine Titel, sondern heißen einfach „Teil“ oder „Teil aus Kollektiv“, ähnlich wie die Borg kybernetische Organismen sind, die mit einem Kollektiv in Verbindung stehen. So können seine changierenden Werke auch als eine eigene Spezies gelesen werden.
Marco Stankes Werk fand bereits Würdigung durch eine Ausstellung im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt.